Wohnbau Gastgebgasse (Wiegelestraße)

Bauherr: Sozialbau AG, Wien / Freiraum: idealice Landschaftsarchitektur, Wien / Foto: Rupert Steiner, Wien

  • JAHR: 2019–2023
  • ORT: Wien
  • BGF: 7.822m²
  • NNF: 5.407m²
  • WOHNUNGEN: 71 (12 Smartwohnungen)
  • Lageplan (pdf, 1.8 mb)

Bauträgerwettbewerb, Fixstarter


Architektur

Der Baukörper wird durch vertikale Zäsuren gegliedert. Diese Zäsuren sind Teil der Erschließung und schaffen neben der Gliederung auch gute Lichtverhältnisse im Inneren. Damit wird auch ein Art „Windrad“ als Grundriss mit vielen Eckwohnungen generiert.
Die Zäsuren tragen zur Betonung der Vertikalität bei, was den Baukörper schlanker erscheinen lässt. Dieser Ansatz wird durch den vertikal orientierten Fenstertyp fortgeführt.
Die Loggien und Balkone sind in übereinanderliegenden Reihen als Sichtbetonelemente angeordnet, werden aber spielerisch miteinander verbunden. Sie bilden einen Kontrast zum sonst in Weiß gehaltenen Baukörper.
Einzelne skulpturale Elemente (Erker) geben dem Baukörper ein charakteristisches Erscheinungsbild und die zweigeschossige Aufständerung im Eingangsbereich schafft Luftigkeit und betont die Durchwegung entlang des Campus´.

Komplett – kompakt – kostengünstig

Es wurden 71 Wohnungen, davon 12 Smartwohnungen, realisiert.
Die jeweiligen Wohnungen verfügen über private Freiräume in Form von Balkonen und / oder Loggien. Für Alleinerziehende wurden zum Teil kompaktere Wohnungen entwickelt, die kleiner als die zulässigen Maximalgrößen im Smart-Wohnbauprogramm sind.

Innovative Ansätze

Es gibt unterschiedliche Typen für 2, 3 und 4 Zimmerwohnungen in Größen von 52 m² bis 85 m². Die Optimierung der Flächen ist sowohl unter der Berücksichtigung des Raumerlebnisses als auch der Funktionalität erfolgt. Somit stehen trotz des optimierten Raumangebotes in jeder Wohnung ein vollwertiges Badezimmer (mit Platz für eine Waschmaschine) und ein getrenntes WC zur Verfügung.

Gemeinschaftsräume & komplementäre Angebote

Als komplementär nutzbare Flächen wurden vielfältige Gemeinschaftsräume - von Kinderspielräumen bis zum Fitnessraum - realisiert.
Diese werden in einem Triangel untereinander und mit Kommunikationsinseln im Freiraum verbunden. Des Weiteren sind ‚besondere‘ Gemeinschaftsräume umgesetzt worden, welche vor allem von den miteinander in Interaktion tretenden Alleinerziehenden und Senior*innen genutzt werden können. Diesbezügliche Unterstützung wird von der Hausbetreuerin vor Ort angeboten.

Soziale Durchmischung & Bezug zum Stadtraum

Dem Thema SMART-Wohnen wurde in Bezug auf soziale Durchmischung und Vielfalt besonderes Augenmerk gewidmet, um mögliche gesellschaftliche Segregationen zu vermeiden. Somit wurden die betreffenden Einheiten als ein integraler Bestandteil des Gesamtprojektes geplant und in den einzelnen Geschoßen mit den konventionellen Wohnungen durchmischt.
Im Bezug zum Stadt- bzw. öffentlichen Raum stellt das Wohnmodell SMART-Wohnen in diesem Projekt also kein eigenes Kriterium für sich dar, da es vollständig in den Bauplatz bzw. in das Quartier integriert wurde.

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